ERLEBNISBERICHT

Freizeit „Gut für die alten Knochen und die Seele“ der Ortsgruppe Rastatt

Freitag:

 

'WELLNESSEN'; 2 ganze und 2 halbe  Tage - 3 Nächte. Wir sind viele: 22 Erwachsene und 8 Kinder. Schön, dass so viele gekommen sind! Dank der finanziellen Unterstützung durch den Verband, können auch alle sich das leisten, Familien, Frührentner und Arbeitslose.

 

Wir sind eine alte Familie mit immer wieder neuen Gesichtern, aber auch fehlenden.

 

Heute sitzen WIR da: wie unsere Eltern damals: Erwachsen und mit Kindern - ohne Eltern. Wir sind groß geworden und mittlerweile in der 'Mitte'. Das beständige Wiedertreffen und -sehen hat eine andere Ebene erreicht:  an Qualität angereichert mit Vertrautem von Kindheitsbeinen an. Dabei immer wieder der Blick auf die Behinderung: eine Problematik, die immer  da ist, obwohl 1000x gedacht: 'erledigt - abgearbeitet - verarbeitet - abgehakt'. Jetzt Midlife. Es gibt die ersten Großeltern, Geschiedene, Witwen und Schlaganfälle; aber auch Ehen, die 17 Jahre und länger dauern! Glückwunsch!

 

Es ist schön, durch unsere regelmäßigen Treffen immer wieder auf 'alte' Beziehungen zu stoßen und damit an Entwicklung und Veränderung teilhaben zu können. Es ist zu hoffen, dass wir weiterhin das persönliche Interesse und die finanziellen Mittel für solche Treffen haben werden.

 

Das Thema WELLNESS: Nichts müssen - wenig Bewegung (außer den Kindern und ein paar wenigen Sportaktivierten). Genuß soll es sein! Kein MUSS - doch GENUß!!!  

Fällt manchmal nicht leicht, sich einfach zu entspannen und nichts zu tun. Deshalb werden wir uns wiedertreffen und das Entspannen weiterhin üben und somit unsere Beziehungen von Jahr zu Jahr  pflegen und  vertiefen.

Samstag:

 

Samstag war Entspannungstag. Die verschiedenen Anwendungen wie Massagen begannen, Schwimmbad, Sauna und Dampfbad waren angesagt. Spaziergänge ins Städtchen oder zu Parkanlagen seien auch erwähnt. Abends dann wieder feines gemeinsames Speisen und anschließendem Sit-In in der Hotelbar -halle.

Ein paar haben sich entschlossen, doch noch bis Montag zu bleiben. Schön so!

 

Sonntag:

 

Letzter Abend. 3h morgens- fini (es lag an der 'Umsatzbremserin' der Bar).
Im TV um diese Zeit: Zeichentrickfilm (Toonsylvania - Batman) : Ohnarmer - moderne?. Wer sind die? ... denen fallen ganze Hände und Köpfe ab. Sind die behindert? oder sind die cool oder was geht da ab?

 

Das tagelange Wellnessen hat uns erschöpft. Die täglich erwünschten und angedachten Jogging- und Trainingsrunden haben uns ermüdet...
Abends  im Salon nach Strapazen auf einem Markt bei Sonnenschein im Städtchen war der Einstieg für HALLOWEEN (31.10.) geschaffen. - Große Runde - die halbe Bar aus- und umgeräumt für uns - Moorgeister 56% (einheim. Spezialitäten-Likör) - schlechte Raumakkustik - dementsprechend schlechte Kommunikation - small talk kaum möglich.

 

Dank ein paar Fingervoll Rauchern kam doch noch Gesprächsstoff auf: Gesundheit - Lüftung - Abhängigkeit - Gestank - etc. ...Daraus entwickelte sich wahrlich doch  ein  big talk:  Raucher haben Feuer für Kerzen und tragen unschätzbaren Wert zur allgemeinen Kommunikation bei!
Gespräche, 56%, Kinder, Geschichten, Spiele, Nintendo, Poker, Computer, Tränen, Internet, Geschrei, Lachen, Diskussionen, Annäherung, Distanzierung, ... alles dabei!!! Wunderbar!!

 

Danke für die Offenheit aller Teilnehmenden, die somit die Saat für's nächste Mal gesät haben!
Morgen ist Abreise-Tag.

Danke an alle Organisatoren und Helfer, die dieses Wochenende ermöglicht haben!

Bis zum nächsten Mal!
Wir grüßen alle anderen Gruppen und treffen uns alle bald wieder!

 

09.11.2004, C. R.