Hoffnung durch Heidelberg-Studie

Kongress beleuchtet Therapiechancen bei Knochenmarkskrebs

Heidelberg. Studien der Heidelberger Universitätsklinik lassen hoffen, dass die Behandlungsmöglichkeiten von Knochenmarkskrebs verbessert werden können. Der Blick zielt dabei auf die Stammzelltherapie. Morgen beginnt im Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg ein internationales Symposium, das sich vor allem einer der heimtückischsten Formen des Knochenmarkskrebses widmet, dem so genannten Multiplen Myelom.

Unter der Leitung von Professor Ho und Privat-Dozent Dr. Goldschmidt informieren Spezialisten aus aller Welt über Fortschritte auch in der Ursachenforschung. So wird diskutiert, ob Chromosomendefekte als Auslöser in Frage kommen. Weitere Erkenntnisse werden durch die aktuelle Methode der Genexpressionsanalyse erwartet. Ob die Erkrankung durch Unterdrückung der Gefäßneubildung im Tumor, sozusagen durch Aushungern der Krebszellen, geheilt werden kann, soll anhand neuester Studien geklärt werden. Dabei geht es auch um die Frage, ob das ehemals als Contergan bekannt gewordene Medikament Thalidomid die Behandlungserfolge vergrößern kann. Das Symposium wendet sich auch an Mediziner in der Region.

Es beginnt am 31. August, neun Uhr, im Hörsaal des Kommunikationszentrums des Krebsforschungszentrums Heidelberg im Neuenheimer Feld, und endet am 1. September, 15 Uhr. Im Rahmen des Kongresses findet ein Patientenseminar statt, das mit 300 angemeldeten Teilnehmern allerdings bereits ausgebucht ist. sis

Homepage der Medizinischen Klinik (http://poliklinik-hd.de)

MannheimerMorgen, 30. August 2001